Herrmann: Staatsregierung unterstützt Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastruktur umfangreich

München, 03.04.2025

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei der Veranstaltung des Wirtschaftsbeirats Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Zentrum für besondere Einsatzlagen: Freistaat immer mehr im Fokus hybrider Bedrohungen - Staatsregierung unterstützt Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastruktur umfangreich im Bereich Sicherheit

+++ 'Anschläge, Terrorakte, Sabotagen – womit müssen wir rechnen, wie gehen wir damit um' war das Motto einer Veranstaltung des Wirtschaftsbeirats Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Zentrum für besondere Einsatzlagen, an der Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gestern teilgenommen hat. In seiner Rede hob er hervor, dass die Sicherheitslage in Bayern schon seit Jahren die beste im bundesweiten Vergleich ist. Dennoch konstatierte er: "Mit der geopolitisch veränderten Sicherheitslage haben die Begriffe der hybriden Bedrohung und der hybriden Kriegsführung einen neuen Stellenwert erlangt." Der Freistaat rücke, insbesondere auch aufgrund seiner wirtschaftlichen Stärke, immer mehr in den Fokus hybrider Bedrohungen wie Desinformation, Cyberangriffe oder Sabotage die sich neben großen Konzernen zunehmend auch gegen kleinere und mittlere Unternehmen richteten. "Bayern hat bereits vor Jahren die Bedrohung durch Angriffe im Cyberraum erkannt und das Cyber-Allianz-Zentrum Bayern im Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz eingerichtet, das Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastruktur bei der Prävention unterstützt", erklärte Herrmann. +++

Zudem stehen den Firmen in Bayern auch Cybercrime Quick-Reaction-Teams, die rund um die Uhr verfügbar sind, oder weitere Angebote im Bereich des Landeskriminalamtes oder des Landesamtes für Verfassungsschutz zur Verfügung. "Auch, wenn jedes Unternehmen die Maßnahmen für die eigene Sicherheit selbst treffen muss, unterstützt der Freistaat Bayern sie hierbei also umfangreich", betonte der Minister.

Herrmann erläuterte, dass den bayerischen Sicherheitsbehörden derzeit zwar keine konkreten Gefährdungser­kennt­nisse hinsichtlich terroristischer Anschlags­szenarien vorlägen, die abstrakte Gefährdung Deutschlands und somit auch Bayerns jedoch weiterhin hoch sei.  Die Bayerische Polizei und das Bayeri­sche Landesamt für Verfassungsschutz stünden daher im engen und Austausch mit den Ländern und dem Bund. Darüber hinaus biete auch das Bayerische Zentrum für besondere Einsatzlagen (BayZBE) Übungsmöglichkeiten für Einsatzlagen unterschiedlichster Art, darunter Amok- oder Terrorlagen. "Überwiegend trainieren dort die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen realitätsnah unter hochmodernen Bedingungen", so Herrmann. Der Freistaat Bayern hat das Zentrum nachhaltig unterstützt, in einem weiteren Bauschritt kann das BayZBE bis 2030 neue Trainingsmöglichkeiten für weitere Einsatzlagen aufbauen. Bisher hat die Staatsregierung 16 Millionen Euro in das Zentrum investiert und wird für den Ausbau weitere 30 Millionen Euro bereitstellen. "Damit sind wir für sämtliche Herausforderungen bestens gerüstet", sagte der Innenminister.